In meiner Zeit im Außendienst beim Klavierstimmen habe ich viele unterschiedliche Sitzmöglichkeiten erlebt. Viele Kunden klagen über Rückenverspannungen nach langem sitzen. Ein Blick auf den Klaviersitz reicht und schon ist die Ursache klar.
Wer auf einem Küchenstuhl o.ä. versucht längere Zeit Klavier zu spielen kann sich in kürzester Zeit über Rückenprobleme “freuen”. Noch schlimmer: Wenn Kinder falsch am Klavier sitzen, sind Haltungsschäden vorprogrammiert.
Ob nun Hocker oder Bank ist eigentlich Geschacksache. Auch wenn ich noch keinen Pianisten beim Konzert auf einem Klavierhocker gesehen habe, ist es doch primär wichtig, dass man einen Sitz hat, der höhenverstellbar ist.
Wer die Knie nicht unter den Klavierspieltisch bekommt, weil er zu groß ist, kann die Höhe des Instruments mit Untersetzern verändern. Normalerweise dienen diese zum Schutz des Bodens, allerdings haben sie noch einen Nebeneffekt: die Erhöhung der Musikinstrumente. Holzuntersetzer erhöhen das Klavier oder den Flügel um ca 2 cm, Glasuntersetzer ca. 3 bis 4 cm. Hier kann man noch einen Filz unterkleben und schon bekommt man die Knie unter den Spieltisch.
Als nächstes achtet man beim Sitzen auf einen geraden, senkrechten Rücken, Unterarme parallel zum Boden und die Oberarme hängen locker nach unten. Schultern locker lassen. Und nun drehen stellen Sie die Höhe Ihrer Klavierbank oder Ihres Klavierhockers so ein, dass die Hände locker über der Tastatur sind. - perfekt
